Garten – Lieferant für Kosmetikprodukte aus eigener Herstellung
admin 26. September 2010
Die Angebotspalette für Kosmetik ist riesengroß – und für den Laien oft etwas unübersichtlich. Hinzu kommt, dass es immer mehr Menschen mit Allergien gegen diverse Inhaltsstoffe der Kosmetikprodukte gibt. Die in der Inhaltsangabe aufgeführten Stoffe sind den wenigsten Normalsterblichen geläufig. Da liegt es nahe, auf Nummer sicher zu gehen und die gewünschte Kosmetik selbst herzustellen. Mit den entsprechenden Rezepten ist das keineswegs ein Hexenwerk und auf für Ungeübte relativ einfach zu bewerkstelligen.
Grundlage für viele Produkte wie Cremes zur Augenpflege, Maske zur Gesichtspflege, Seife, Deodorant usw. ist die Natur oder der eigene Garten mit den verschiedensten Kräuter, Blumen und Gewächsen. Die erforderlichen Rezepte kann man sich über das Internet ganz einfach herunterladen bzw. nachlesen. Dann weiß man genau, welche Inhaltsstoffe wirklich im verwendeten Produkt sind und kann dieses den ganz individuellen Wünschen anpassen. Ein weiteres Argument für Kosmetik aus dem eigenen Garten oder vom Balkon ist der recht niedrige Preis für deren Herstellung, denn gute und empfehlenswerte Naturkosmetik namhafter Firmen sind leider meist etwas teurer.
Recht einfach herzustellen ist bspw. Blüten-Milch-Creme mit Lavendel, wobei die Grundzutaten sich in den meisten Küchen finden: Milch und Pflanzenöl. Verfeinern und haltbar machen lässt sich eine solche Creme mit herrlich riechenden Blüten- oder Kräuteressenzen. Gerade Milch zählt nach dem Ayurveda zu den wirkungsvollsten Schönmachern. Nachfolgende Zutaten werden für eine Creme benötigt:
- 50 ml Bio-Vollmilch (Raumtemperatur)
- 40 ml Johanniskraut-Öl, auch Rotöl genannt
- 30 ml Lavendelblüten-Ölauszug
- 30 ml Kamillen-Blüten-Ölauszug
- 20 Tropfen ätherisches Lavendel-Öl
Weiterhin benötigt man einen Tiegel für die Creme, einen Pürierstab und ein Rührgefäß sowie Mischgefäße für die Öle.
Zunächst werden nun die Blütenöle miteinander gemischt und separat die Milch für etwa 2 Minuten mit dem Pürierstab gerührt. Nun werden immer kleine Mengen der Ölmischung in die Milch eingerührt. Anfangs ist die Creme flüssig, wird aber mit zunehmender Ölmenge immer fester. Danach noch ein wenig pürieren.
Das Johanniskrautöl verursacht einen rötlichen Farbton, bei anderen Sorten bleibt die Creme weiß. Abschließend wird das ätherische Öl – in diesem Beispiel das Lavendel-Öl – eingerührt. Dann kann man die Creme schon in einen Tiegel füllen. Zur Aufbewahrung empfiehlt sich der Kühlschrank, um die Haltbarkeit zu verlängern. Wer mag, kann auch etwas Honig zugeben. Es ist übrigens sinnvoll, das Herstellungsdatum zu notieren.


