Thermografie hilft Energiekosten zu sparen

admin 25. August 2009

Thermografie: Gerade in Zeiten von steigenden Strom- und Gaspreisen, versuchen viele Leute Kosten einzusparen. Da werden zum Beispiel nur noch die Räume beheizt, in denen man im Winter viel Zeit verbringt, oder schon gegen Abend, die gesamte Heizungsanlage heruntergedreht. Insbesondere Besitzer eines älteren Hauses wundern sich jedoch immer wieder, warum auch die voll beheizten Zimmer nur mäßig warm sind und das Haus, beim Herunterdrehen der Heizungen enorm schnell auskühlt. Dies ist nicht nur ein Ärgernis und eine große Belastung, für den, in Zeiten der Wirtschaftskrise, ohnehin schon knapp bestückten Geldbeutel, sondern stellt auch eine körperliche Belastung, gerade für Menschen dar, die physisch sehr sensibel auf Kälte reagieren. Die Kopfschmerzen, die einem die horrenden Summen auf der nächsten Rechnung bereiten, werden dann, oftmals noch begleitet von grippalen Erkältungskrankheiten, Gelenkschmerzen oder rheumatischen Leiden. Das Problem des immer kalten Hauses kann verschiedene Ursachen haben: eine mangelnde oder beschädigte Dämmung der Außenwände, alte, nicht isolierte Fenster und Türen, ein schlecht gedämmtes Dach oder eine alte, uneffiziente Heizungsanlage mit unisolierten Heizungsrohren, sind nur einige der möglichen Gründe. Die konstanten Temperaturschwankungen zwischen einzelnen Räumen, bzw. dem Hausinneren- und Äußeren, können, über einen längeren Zeitraum, jedoch nicht nur finanzielle und physische Probleme für die Bewohner bedeuten, sondern auch schwerwiegende Schäden innerhalb der Bausubstanz des Hauses hervorrufen. Feuchteschäden und dadurch entstehende Schimmelpilzbildung an den Wänden, sowie die langfristige Beschädigung von wasserführenden Leitungen oder überhitzten Heizungs- und Elektronikkomponenten, sind hierbei die am häufigsten auftretende Problematik.  

Doch was tun, wenn man einen Wärmeaustritt innerhalb des eigenen Hauses bemerkt hat?

Wer einen Wärmeverlust verhindern möchte, muss natürlich zunächst die Wärmeaustrittsstellen bestimmen können, um diese später beheben zu können. Dies ist, für den Laien jedoch nahezu unmöglich, da sich Wärmeunterschiede im Haus nur mit Hilfe einer so genannten Thermographie bestimmen lassen. Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren, mit dessen Hilfe sich Temperaturmessungen flächenmäßig erfassen und darstellen lassen. Das Prinzip einer Wärmebildkamera, lässt sich, vereinfacht, folgendermaßen erklären: Von jedem Mensch, jedem Tier und auch, von jedem Gebäude, kurz, von jedem Körper, mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes, wird Wärmestrahlung ausgesendet. Diese Strahlung, die innerhalb ihrer Wellenlänge im Infrarotbereich liegt, ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Die Wärmebildkamera hilft also, die Wärmestrahlung für den Menschen sichtbar zu machen. Dabei funktioniert eine solche Kamera ähnlich, wie eine normale, für sichtbares Licht konzipierte Kamera. Die Infrarotstrahlung wird durch ein Objektiv mit Linsen, auf einen elektronischen Sensor projiziert, der die Strahlung dann als Bild sichtbar macht. Dazu werden für jedes Bild mehr als 76.800 Messpunkte gespeichert, so dass kleinste Temperaturdifferenzen erkannt und dargestellt werden können. Damit die Thermografie richtig funktionieren kann, muss zwischen dem Hausinneren- und Äußerem eine Temperaturdifferenz von mindestens 10°C herrschen. Dieses ist nur in den Monaten von Oktober bis April gewährleistet, so dass eine thermographische Untersuchung von verschiedenen Gebäudeteilen nur in diesem Zeitraum durchgeführt werden kann. Wer hier mit hohen Kosten für die thermographische Erfassung seines Hauses rechnet, kann beruhigt sein. Denn die Preise haben sich, während der letzten Jahre, der steigenden Nachfrage angepasst. Wo eine solche Kamera früher noch rund 60.000DM kostete und jede Benutzung die hohen Anschaffungskosten mitfinanzieren musste, liegt der heutige Preis bei nur noch 20.000Euro. Somit erhalten Sie als Kunde, schon für wenige hundert Euro thermographische Bilder Ihres Hauses, sowie den technischen Geräten, wie beispielsweise der Heizung, um auch deren Energieeffizienz bestimmen zu können. Sind Wärmeaustritte mit Hilfe des thermografischen Verfahrens erkannt, ist es dann sinnvoll, sich in die professionellen Hände eines Energieberaters zu begeben. Dieser erstellt zunächst eine komplette Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudes. Hierbei werden Bauausführung und –materialien, deren Schwachstellen und der konkrete Energieverbrauch des Gebäudes genauer unter die Lupe genommen. Aufgrund dieser Informationen erstellt der Energieberater einen Bericht über Ihre momentanen Kosten, sowie die mögliche energetische Einspareffizienz Ihres Hauses und gibt individuelle Tipps und Ratschläge im Hinblick auf die Verbesserung der Dämmung, sowie der technischen Geräte.

Thermografische Auswertung im Detail. Der Urheber des Bildes ist Lutz Weidner

Thermografische Auswertung im Detail. Der Urheber des Bildes ist Lutz Weidner

Sie sollten jedoch darauf achten, dass der Energieberater eine Anerkennung des BAFA (Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) besitzt. Denn nur dann, kann sich der Kunde sicher sein von einem professionellen und versierten Energiespezialisten beraten zu werden. Außerdem haben Sie bei Nutzung einer Energieberatung Anspruch auf eine Förderleistung von bis zu 360 Euro, die von der BAFA ausgezahlt wird. Dieses Amt wurde mit der Durchführung von Fördermöglichkeiten beauftragt, die die Bundesrepublik seit einigen Jahren zur Verfügung stellt.

Entscheiden sich die Hausbesitzer also für einen technischen Umbau, der den Energieverbrauch des Gebäudes positiv beeinflusst, können sie für verschiedene Investitionen Zuschüsse beantragen. So erhalten sie beispielsweise Unterstützung für das Anbringen von Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung oder den Austausch des alten Heizkessels. Ebenso bieten die Landesbanken, im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland, günstige Darlehen für Menschen an, die planen ein neues Energiesparhaus zu bauen oder zu kaufen. Aber auch die Ausbesserung der Gebäudedämmung oder die Erneuerung der Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, wird von diesen Banken mit niedrigen Zinsen sanktioniert.  Und schon bei der nächsten Jahresabrechnung werden sie feststellen, dass es sich lohnt das Haus auf Wärmeaustrittsstellen überprüfen zu lassen. Sollten Sie sich auch nicht für eine neue Solaranlage entscheiden, so gibt es noch diverse andere Möglichkeiten die Energiebilanz Ihres Eigenheims zu verbessern. Eine neue Außenwanddämmung oder Dachisolierung, das Austauschen von undichten Fenstern in solche mit isolierter Doppelverglasung, sowie die Ausbesserung des veralteten Heizsystems, kann da schon wahre Wunder bewirken. Außerdem tragen sich die Kosten eines solchen Umbaus meist schon nach wenigen Jahren, durch die immense Energieeinsparung, von selbst. Dies bedeutet nicht nur eine Entlastung Ihres Geldbeutels, sondern auch eine Besserung des allgemeinen, körperlichen Wohlbefindens, insbesondere während der kalten Wintermonate.

Weiterhin setzen Sie auch ein umweltpolitisches Statement, mit der Umrüstung auf erneuerbare Energien. Aber auch schon die Ausbesserung von energetischen Schwachstellen innerhalb des eigenen Hauses leistet einen großen Beitrag zum Thema Umweltbewusstsein. Profitieren nicht nur Sie von den Vorteilen, die sich durch eine thermografische Untersuchung des Gebäudes und einer Energieberatung ergeben, sondern werden Sie Vorbild für Freunde und Nachbarn und leisten aktiv Ihren Beitrag zum allgemeinen Umweltschutz.

Weiterführende Infos zum Thema Thermografie unter: www.thermografie4you.de

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