100 Jahre Gartenmöbel-Geschichte der Strandkorb

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Was wäre ein echter Urlaub am Meer ohne einen bequemen Strandkorb? Ob als Wind- oder Sonnenschutz, schätze man schon vor mehr als 100 Jahren die Vorzüge des Strandkorbes. Friederike Maltzahn, Dame der feinen Gesellschaft, beauftrage 1882 den Hofkorbmacher mit der „Kreation“ eines neuartigen Möbelstückes, das vor der rauen Ostseeluft schützen sollte. Damals noch als Einsitzer ohne Liegefunktion, wurden das Design und die Funktionen des Strandkorbes schon bald verändert und verbessert, so dass nur wenige Jahre nach „seinem ersten offiziellen Auftritt“, etliche Körbe die Nord- und Ostseestrände schmückten. Und auch heutzutage hat der Strandkorb keinesfalls an Beliebtheit verloren, sondern ist vielmehr ein beliebtes Gartenmöbel, das ein wenig Urlaubsatmosphäre auf die eigene Terrasse zaubert. Natürlich haben die heutigen Modelle nicht mehr viel mit dem Korb von Friederike Maltzahn zu tun, der eher einem überdachten Wäschekorb glich. Und bequemer wird er sein, der Strandkorb von heute. Schließlich war das Grundmodell von 1882 noch mit festem, grauen Markisenstoff ausgeschlagen, der zwar vor Wind und Wetter schütze, aber mit Sicherheit in Punkto Sitzkomfort einige Wünsche offen ließ. Wer sich in heutiger Zeit für einen Strandkorb für den eigenen Garten entscheidet, wird überrascht sein von der Vielfalt, die sich dem Kunden in Bezug auf Größe, Form, Farbe und Extras bietet.

Strandkorb_Gartenmoebel_Kunststoff

Abbildung: Strandkorb aus Kunststoffgeflecht

Zunächst einmal gilt es zu bedenken, wie groß der gewünschte Strandkorb sein soll. Das hängt neben der Größe des Gartens bzw. der Terrasse auch davon ab, ob Sie es sich zukünftig ganz allein, oder mit Ihrem Partner oder der Familie im Strandkorb gemütlich machen wollen. Anschließend muss über die Form entschieden werden. Hier unterscheidet der Fachmann zwischen der Nordsee- und Ostseeform. Erstere zeichnet sich durch ihre eckigen und geraden Formen aus, wohingegen die Ostseeform, eher geschwungene Konturen aufweist, die an die Original-Modelle der alten Ostseebäder erinnert. Natürlich bleibt es hier ganz alleine dem Geschmack des Kunden überlassen, für welche Form und Größe er sich entscheidet. Und auch die Farbe des Stoffes ist primär eine reine Geschmackssache. Hier sollten allerdings Faktoren, wie die Farbe der Polster der anderen Gartenmöbel bedacht werden, damit der neue Strandkorb nachher nicht wie ein „Fremdkörper“ wirkt, sondern sich harmonisch ins Gesamtbild der Garten- und Terrassengestaltung einfügt. Viele Kunden bevorzugen aber, nach wie vor, das klassische Streifenmuster in blau-weiß, das an den letzten Strandurlaub erinnert. Wichtig sind natürlich ebenfalls die Funktionen, die der spätere Strandkorb aufweisen soll. Neben einem beweglichen Sonnendach, hat der Kunde die Wahl zwischen einem klappbaren Seitentisch für das kühle Getränk zwischendurch, Fußstützen für ein entspannteres Liegen, einem Staufach für Decken, falls es doch mal kälter wird und einer so genannten Oberkorbverstellung. Diese legt den Neigungswinkel fest, in welchem der obere Teil des Strandkorbes nach hinten geklappt werden kann. Hier unterscheidet man in Fachkreisen zwischen einem Halblieger oder Lieger. Wie die Namengebung bereits vermuten lässt, erlaubt das Liegemodell eine komplett waagerechte Liegeposition, der Halblieger ein entspanntes zurücklehnen, was beim Lesen oder Sonnenbad angenehm sein kann.

Da der Strandkorb normalerweise der Witterung der „rauen See“ standhalten muss, sind alle Materialien so konzipiert, dass sich der Pflege- und Reinigungsaufwand auf ein Minimum reduziert. Da bleibt einem doch nichts weiter zu wünschen, als: erholsame Stunden in Ihrem Strandkorb!

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